Was ist real?

Hallo ihr Lieben, 

heute kommt mal ein Post mit etwas, dass mir schon lange auf dem Herzen liegt. Ganz schlicht und ohne Bilder. Häufig habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass in den sozialen Medien der Bezug zur Realität verloren geht. Jeder zeigt nur sein schillerndes perfektes Leben und die Dinge die mal nicht so laufen werden einfach schnell unter den Teppich gekehrt. Man wird zugeschüttet mit Bildern und Videos, in denen einen vermittelt wird, was man alles braucht und haben muss um glücklich zu sein. Das ist natürlich auch ganz normal, denn wer sagt bitte der halben Welt, dass es einem nicht gut geht oder das etwas mal nicht so gelaufen ist wie geplant. Klar, moggeln viele bei Fotos, denn selbstverständlich schaut man auf Bildern lieber schlanker/vorteilhafter aus. 

Ich glaube auch, dass das schon immer so war. Allerdings gab es da noch keine Netzwerke wie Instagram oder Facebook durch die sich nun alles viel schneller verbreitet. Erst letztens hatte ich so einen Moment in dem ich richtig unglücklich war weil ich dachte, dass ich das langweiligste Leben der Welt habe. Grund dafür war, dass ich auf Facebook und Instagram einfach ein paar zu viele tolle Bilder gesehen habe von Leuten, die gefühlt die ganze Zeit um die Welt jetten, sich keine Sorgen über Geld machen müssen und jeden Tag gut gelaunt aufstehen. Aber dann dachte ich mir "Hey, auch diese Menschen haben schlechte Tage und sie zeigen eben nur das, was sie auch zeigen wollen". 

Diese ganze virtuelle Welt ist modelliert und nicht real. 

Sie zerstört unsere gesunde Wahrnehmung weil man jeden Tag geblendet wird. Man sieht so viele wunderschöne Dinge. Rund um die Uhr wird versucht uns zu vermitteln was wir brauchen. Umso wichtiger finde ich es sich jeden Tag bewusst zu machen was man hat und wie gut man es eben doch auch hat. Ich zum Beispiel habe seit Jahren eine tolle Beziehung, studiere etwas, was mir Spaß macht und mich erfüllt, habe tolle Freunde, jede Menge Hobbys und ja vielleicht ist mein Leben nicht das spannendste aber ich bin einfach glücklich und darum geht es doch. 
Was ist eure Meinung zu dem Thema und wie steht ihr zu der ganzen Materie. Noch nie war ich gespannter auf eure Kommentare also haut fleißig in die Tasten :D 

Liebst, Anna 

Kommentare

  1. Genau das ist es! Vielen Dank für diesen Beitrag, denn das beschäftigt mich auch extrem viel! Ich sehe ständig diese Beiträge auf Insta und Co. und frage mich, warum ich gerade nicht diesem "Ideal" entspreche. Ich fahre maximal zweimal im Jahr in den Urlaub, ich habe keine super reine Haut und ich hab auch keine Maße wie ein Model. Ne. So ist es leider nicht. Und so ist es auch bei niemanden. Es ist unfassbar einfach, die Pickel auf dem Foto zu retuschieren oder sich schlanker wirken zu lassen. Letztendlich sind wir alle Menschen, haben Probleme und sind nicht perfekt. Leider wird uns bei den meisten Social Media Plattformen genau das Gegenteil gezeigt. Kein Wunder warum viele Menschen, beim Streben nach diesem Ideal, kaputt gehen. Es ist schade, dass in einer Welt, wo so viele Menschen kein Essen haben, wir gerade darauf verzichten, wegschmeißen usw. nur um den Ideal zu entsprechen und um vielleicht die letzten zwei Kilo zum Traumkörper zu verlieren.
    Anstatt es zu schätzen und mit unseren Mitteln anderen zu helfen. Denn letztendlich ist alles vergänglich. Sei es der perfekte Körper, die tolle neue Tasche und auch unser Gesicht wird irgendwann mal Falten haben.
    Schön, dass das mal jemand anspricht. Meiner Meinung nach sollte man so etwas öfters lesen!
    Alles Liebe,
    Marié
    Mein Blog

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    1. Liebe Marié,
      vielen lieben Dank für diesen langen und ehrlichen Kommentar :D Ich war wirklich gespannt wie der Beitrag ankommt und freue mich, dass er bei dir Anklang gefunden hat :)
      Liebst, Anna

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  2. Hi Anna,
    einerseits stimme ich dir zu. Aber andererseits ist auch die Frage "Wie leicht lasse ich mich von dem, was ich im Internet konsumiere, beeinflussen?" Ich versuche mich lieber am realen Leben, meinem Freundeskreis und meiner Familie zu orientieren. Dort sehe ich, ob die Wohnung wirklich immer wie aus einem Möbelkatalog aussieht oder ob sie auch mal nicht aufgeräumt ist. Dort sehe ich auch, ob wirklich so viele Reisen unternommen werden. Dort sehe ich, wie die Person aussieht ohne einmal durch ein Bildbearbeitungsprogramm gejagt zu werden. Für mich ist das Internet eher eine Inspirationsquelle (nach dem Motto: der Stuhl gefällt mir, die Hose finde ich schön,...) aber ich nehme sie nicht allzu ernst, da man oft nicht unterscheiden kann, was die Realität und was die "virtuelle Realität" ist.
    LG Melli

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    1. Das stimmt und genau darauf möchte ich ja abzielen... dass es wichtig ist seinen Fokus auf die Realität zu legen und sich nicht blenden zu lassen :D

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  3. Wow, was für ein Beitrag! :o Noch nie hat es jemand auf den Punkt gebracht wie du. Mir fällt es in letzter Zeit leider auf, vor allem auf Instagram: Hat man keinen einheitlichen Feed, ist man raus. Hat man keinen weißen Hintergrund etc., ist man raus. Ist echt schade. :(

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    1. Dankeschön :D freut mich dass es so gut ankommt

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  4. Ich bin da ganz bei dir. Ich schreibe selbst einen Blog (www.alttrifftneu.de) und da komme ich ständig an meine Grenzen mit Social Media. Einerseits braucht man es und andererseits hasst man es, weil alles so mega oberflächlich und unecht ist. Ich lass mich nicht unbedingt beeinflussen und nutze die Social Media Kanäle um etwas zu teilen und andere darauf aufmerksam zu machen, dass wir gemeinsam etwas ändern müssen. Was hat man denn am Ende davon, wenn alle gleich aussehen und das Selbe machen?
    Ich wünsch dir noch einen schönen Ostermontag und mach weiter so mit deinen Gedanken ;)
    Liebe Grüße, Stefanie

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    1. Hab vorhin schon bei dir rein gelesen und verstehe gut was du meinst ;) Vielen Dank für deinen Kommentar und ebenfalls einen schönen restlichen Feiertag :D

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  5. Hallo Anna, du sprichst mir aus der Seele. Gerade bei jüngeren ist es sehr schwierig. Als Vater merke ich wie stark Smartphones oder Stream-Portale wie Netflix, Menschen mehr digitalisieren. Doch dass weißt du sicherlich auch selbst. Es bleibt uns nichts anderes als eine gesunde Mischung zu finden.

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    1. Da hast du Recht... Balance ist eben das a und o :)

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  6. toller Beitrag! =)
    Viele leben im Virtuellen, weit entfernt vom Real Life.
    Gerade viele Teenager (ab 13 J.) starren mehr aufs Handy & Co., als der Person gegenüber in die Augen.
    Ich schätze auch, dass es die Jahre immer schlimmer werden wird.
    Vielleicht möchte ein Kind dann schon mit 6 ein iPhone, anstatt wie bisher "erst" mit 10-12....
    lg

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  7. Ein guter Post! Vielleicht hat es sich zu so einer Extreme entwickelt weil die Realität für Viele zur Zeit einfach zu schlimm ist? Wenn man sich ansieht was so alles in der Welt passiert, müsste man eigentlich jeden Tag verzweifeln und so sieht man einfach viele schöne Dinge (auch wenn sie natürlich nicht der andauernden Realität und sehr oft vorallem nicht der eigenen Realität entsprechen). Für die, die solche Dinge posten, ist es vielleicht oft auch einfach dieses "sich selbst seine eigene perfekte virtuelle welt schaffen" aber oft gar nicht immer um nur die anderen zu beeindrucken sondern um auch sich selbst ein bisschen schöne "Realität" zu schaffen? :S

    Viele Grüße
    Denise von
    www.lovefashionandlife.at

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  8. Ganz schlimm finde ich die Facebook-Timeline. Da kann man depressiv werden und nur denken, dass alle anderen so ein wahnsinnig tolles Leben haben, ständig heiraten, verreisen, Kinder kriegen. Klar, keiner postet ein Foto von der Oma auf der Intensivstation und schreibt dazu "Oma stirbt grade". Social Media, das ist der Sonnenschein, man sieht nur die guten Seiten. Seine dunklen Momente, die teilt man nur mit engen Freunden. Deshalb muss man so aufpassen, dass man nicht denkt, Social Media sei alles. Social Media, die Abkürzung ist SM ...

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    1. der letzte Satz gefällt mir...

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    2. da gebe ich dir absolut recht :) Danke für den tollen Kommentar

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